WERKSTATTPROJEKT

Toolbox Digital Leadership & KI

Lernformate für Führungskräfte in der Verwaltung

Künstliche Intelligenz verändert auch die öffentliche Verwaltung – doch vielerorts fehlt es an praxisnahen Wegen, diese Transformation zu vollziehen. Das Werkstattprojekt Toolbox Digital Leadership & KI des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Universität Leipzig setzt genau hier an: Gemeinsam mit den Partnern I4DL – private Institute for Digital Leadership GmbH und der Lecos GmbH entwickelt und erprobt das Projekt Formate, mit denen Führungskräften die Fähigkeiten zu Digital Leadership vermittelt werden, um Transformationsprojekte und KI-Projekte wirksam in der kommunalen Praxis umzusetzen. Die Zusammenarbeit der Partner ist dabei keine Neugründung, sondern baut auf der bereits bestehenden, im Dezember 2025 formal besiegelten Kooperation im Kompetenznetzwerk „Digitalisierung und KI in der Verwaltung“ auf.

Ziele des Projekts

Im Mittelpunkt steht die Frage, welche didaktischen Formate Führungskräfte wirksam auf den Umgang mit KI vorbereiten. Erprobt werden dafür unter anderem Micro-Learning-Einheiten und ein KI-Coach, die im Vergleich zeigen sollen, wo sie im Lernpfad wie wirken. Eine Voraussetzung dafür ist die Entwicklung wirksamer Lerninhalte. Daraus entsteht ein Tool mit integriertem Digital-Leadership-Curriculum, das Führungskräfte ausbildet und dadurch zu Multiplikatoren für den KI-Einsatz in ihrer Verwaltung macht. Unter Führungskräften verstehen wir dabei nicht nur Personen mit Personalverantwortung, sondern alle, die Verantwortung für einen Aufgabenbereich tragen – also ausdrücklich auch fachliche Führung.

Vorgehen

Digital Leadership & KI setzt auf ein Reallabor: In einer Primärkommune und einer weiteren Entwicklungskommune werden Lernformate und KI-Anwendungen unter echten Praxisbedingungen getestet und iterativ verbessert. Eine dritte, später hinzugezogene Überprüfungskommune dient dazu, die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Verwaltungen zu prüfen. Rechtliche und ethische Fragen wie Datenschutz, IT-Sicherheit und die Einbindung von Personalräten werden von Beginn an mitgedacht, um einen verlässlichen Rahmen für die Experimente zu schaffen.

Zentrale Arbeitsbereiche

Das Projekt gliedert sich in fünf aufeinander aufbauende Bereiche:

  • den Aufbau tragfähiger Strukturen für Zusammenarbeit und Compliance,

  • die Entwicklung der eigentlichen Toolbox aus Lerninhalten und KI-Prototypen,

  • die praktische Erprobung in mehreren Testzyklen,

  • die wissenschaftliche Auswertung der Wirksamkeit

  • sowie die dauerhafte Sicherung der Ergebnisse.

Die zu testenden Prozesse reichen von der Bürgeranfragenbearbeitung über die Wirtschaftsförderung bis zur Kitaplatzverwaltung und werden gemeinsam mit den beteiligten Kommunen ausgewählt.

Was bleibt am Ende?

Die im Projekt entstehenden Lerninhalte, Skill-Maps, Lernpfade und die ausgestalteten Formate werden in einem offene Repository veröffentlicht und stehen damit auch anderen Kommunen zur Nachnutzung zur Verfügung. Ergänzend entsteht eine Community of Practice, die den Erfahrungsaustausch über das Projektende hinaus sichert und von lokalen Akteuren in Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig weitergeführt werden kann. So soll aus einzelnen Pilotanwendungen ein dauerhaftes Angebot für digitale Führungskompetenz in der Region werden.

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