Transfer
über Köpfe

Entwicklung von Innovationsorten

WERKSTATTBEREICH

Im Werkstattprojekt „Transfer über Köpfe“ kooperiert die Universität Leipzig mit Akteur:innen aus den Kommunen Eilenburg und Zeitz. Für beide Städte werden individuell angepasste Transfermechanismen entwickelt und erprobt, die Impulse für Innovation, Gründung und Weiterentwicklung sowie die Anwendung neuer Technologie setzen. Der gezielte Aufbau von Innovationsorten unterstützt neue Gründungen und stärkt das Unternehmertum in den beiden Mittelzentren.

Ein zentraler Bestandteil des Werkstattprojekts sind drei komplementäre Arbeitsfelder, die unterschiedliche Zugänge zu Innovation, Gründung und Transfer eröffnen: Das Kommunale Innovationsmanagement der Stadt Eilenburg etabliert Verwaltung als aktive Gestalterin von Innovation und regionaler Entwicklung. Es schafft neue Schnittstellen zwischen Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Bürgerschaft. Mit agilen Methoden und einem offenen Innovationsverständnis werden neue Lösungsansätze entwickelt und direkt vor Ort erprobt. Gründungsunterstützung in Eilenburg und Nordsachsen begleitet, vernetzt und unterstützt praxisnah mit räumlichem Zentrum im „Coworking Weltkleinstadt“ in Eilenburg. Gründungsinteressierte erhalten Zugang zu Beratung, Netzwerken und Fördermöglichkeiten. So werden Gründungen in der Region erleichtert und langfristig verankert. Die Virtual Reality Werkstatt in der Alten Nudelfabrik in Zeitz macht Technologie erlebbar und ermöglicht die praktische Erprobung technischer Innovation. Unternehmen und Institutionen erhalten einen niedrigschwelligen Zugang zu Virtual-Reality-Technologien, um neue Anwendungen zu testen und innovative digitale Projekte konkret umzusetzen.

Begleitend bearbeiten Studierende als Transferakteur:innen in Praxisprojekten reale Herausforderungen der Partnerkommunen. In der Projektlaufzeit sollen bis zu 60 Studierende mit den Akteuren im Transferraum verknüpft werden – und so die Städte Eilenburg und Zeitz sowie die ansässigen Unternehmen mit den Fachkräften von morgen verbinden.

Durch Zusammenführung der Formate entwickelt „Transfer über Köpfe“ in der Zusammenarbeit der Universität mit kommunalen Partnern, Unternehmen und Gründenden neue Perspektiven für die Standorte Eilenburg und Zeitz. Die Wirkung der Formate wird kontinuierlich untersucht, ausgewertet und gemeinsam mit kommunalen Entscheidungsträgern in konkrete Umsetzungsstrategien überführt.

Das SEPT Kompetenzzentrum mit seiner Expertise in der Regionalentwicklung ist Impulsgeber, Umsetzungspartner und Koordinator des Verbundvorhabens. Die Stadt Eilenburg führt mit dem Kommunalen Innovationsmanagement ein eigenes Teilvorhaben durch. Der Tourismus- und Gewerbeverein Eilenburg e.V., die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Nordsachsen (WFG) und die Urban Bricks GmbH Zeitz, Träger der "Alten Nudelfabrik" in Zeitz, bringen sich als assoziierte Partner ins Projekt ein. Die Landratsämter der Landkreise Nordsachsen und Burgenlandkreis und die Kommunalverwaltung der Stadt Zeitz unterstützen das Werkstattprojekt vor allem als Projektideengeber und Förderer des „Coworking Weltkleinstadt“. Leiter des Werkstattbereichs ist Prof. Dr. Utz Dornberger vom SEPT Kompetenzzentrum der Universität Leipzig.

Aktuelles aus dem Werkstattbereich

Kommunales Innovationsmanagement der Stadt Eilenburg

Mit dem kommunalen Innovationsmanagement verfolgt die Stadt Eilenburg das Ziel, Verwaltung neu zu denken und aktiv als Gestalterin von Transformationsprozessen zu positionieren. Erstmals wird mit einer Innovationsmanagerin eine agile, experimentelle Funktion in der Verwaltung verankert, die über klassische Strukturen hinausgeht.

Das Projekt reagiert auf die Herausforderungen kleiner und mittlerer Kommunen, in denen begrenzte Ressourcen Innovation oft erschweren. Durch neue Schnittstellen und Netzwerke werden Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Bürgerschaft systematisch verbunden. Ein zentraler Ort ist der Coworking Weltkleinstadt“ als offener Innovationsraum für Austausch, Zusammenarbeit und Beteiligung. Hier entstehen praxisnahe Lösungen, die direkt erprobt und weiterentwickelt werden.

Das Innovationsmanagement setzt auf agile Methoden, interdisziplinäre Zusammenarbeit und kreative Ansätze wie Design Thinking. Ziel ist es, regionale Entwicklung zu stärken, Gründungen und Wissenstransfer zu fördern sowie die Zukunftsfähigkeit der Kommune Eilenburg und des Landkreises Nordsachsen nachhaltig zu sichern.

Gründungsunterstützung in Eilenburg und Nordsachsen

Die Gründungsunterstützung in Eilenburg und Nordsachsen findet im ”Coworking Weltkleinstadt“ statt. Hier erhalten Gründungsinteressierte direkte Beratung und Zugang zu einem starken Netzwerk mit passenden Ansprechpartnern. Veranstaltungen bieten zusätzlich Raum für Austausch und Kennenlernen.

Programme wie der InnoStartBonus unterstützen innovative Gründungen bereits in frühen Phasen, auch im Nebenerwerb. Vor Ort begleiten erfahrene Partner den gesamten Antragsprozess und unterstützen auch bei alternativen Fördermöglichkeiten.

Der Eilenburger ”Coworking Weltkleinstadt“ bietet flexible Arbeitsplätze, Besprechungsräume. Die vorhandene Community wird aktiv weiterentwickelt, Austausch, Vernetzung sowie Einblicke in die regionale Wirtschaft und die Auseinandersetzung mit deren Herausforderungen im Mittelpunkt.

Eilenburg überzeugt durch gute Infrastruktur, starke Verkehrsanbindung und hohe Lebensqualität. Die enge Zusammenarbeit regionaler Partner schafft ideale Bedingungen für Innovation und Wachstum. Die Angebote werden kontinuierlich weiterentwickelt, um Gründende bestmöglich zu unterstützen.

 Virtual Reality Werkstatt in der Alten Nudelfabrik in Zeitz

Die VR-Werkstatt in der Alten Nudelfabrik in Zeitz ist ein Innovationsort, der technologische Entwicklung mit regionaler Standortentwicklung verbindet. Als gemeinsamer Experimentierraum von Universität Leipzig und Urban Bricks GmbH steht die praktische Anwendung von Virtual Reality im Mittelpunkt. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sowie Kommunen erhalten hier einen niedrigschwelligen Zugang zu VR-Technologien. Dadurch werden hohe Investitionskosten und fehlende Infrastruktur kompensiert und erste Anwendungen können risikofrei erprobt werden.

Die Werkstatt verfügt über mehrere große VR-Räume mit hoher technischer Ausstattung, die sowohl Einzel- als auch Teamanwendungen ermöglichen. Spezialisierte Bereiche wie das Fire-Deck oder Pflege-Deck erlauben realitätsnahe Trainings in unterschiedlichen Branchen. Im Fokus steht die Begleitung individueller Projekte von der Idee bis zur Umsetzung. Die Werkstatt zeigt praxisnah, wie Virtual Reality für Ausbildung, Planung und Regionalentwicklung eingesetzt werden kann und schafft neue Impulse für Innovation durch Zusammenarbeit und Experimentieren.

Parallel werden die Wirkungen der Verfügbarkeit von Technologie auf die Innovationsoffenheit in den Kommunen untersucht.

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